Diese Ausgabe der Weekly Favorites könnte auch den Titel zwischen Festivaldepression und Binge Watching tragen. Aus beiden Komponenten setzt sich nämlich die heutige Musikauswahl zusammen. Und während ich vor Netflix hänge und dabei von Kopenhagen, Smørrebrød und vergangenen Festivals träume, könnt ihr hoffentlich neue Musikempfehlungen für euch gewinnen.

Angel Olsen – Unfucktheworld

Der gute Nebeneffekt beim Serien schauen ist, dass der aufmerksame Zuschauer im besten Falle ganz nebenbei neue Musik für sich entdeckt. Diese Woche habe ich mich mit dem Laptop in meinem Zimmer verschanzt, um den Klausurenstress wegzuignorieren. Nachdem ich GLOW nach Folge 3 bereits abgebrochen habe (bei aller Liebe für Kate Nash, Wrestling war noch nie mein Thema), konnte ich die Youtube Teenie Serie Girl Cave nicht mehr ausschalten. Obwohl ich vermutlich nicht mehr ganz der Zielgruppe entspreche, musste ich doch an der einen oder anderen Stelle grinsen. Die musikalische Untermalung ist übrigens auch ausgesprochen gut. Durch eben diesen Soundtrack bin ich wieder auf den Song Unfucktheworld von Angel Olsen gestoßen. Wer Lust auf eine deutsche Coming-of-Age Serie hat, kann sich hier die erste Folge Girl Cave ansehen.

First Hate – The One

Um meinem Besuch auf dem Roskilde Festival stilecht nachzutrauern, möchte ich euch hiermit First Hate empfehlen. Das aus Kopenhagen stammende Duo macht irgendwas zwischen New Wave und Mundharmonikasolis und trifft damit genau meinen Geschmack.

Whitney – Polly

Whitney waren, trotz Uhrzeit und der Hitze im Palastzelt, eines unserer Maifeld Highlights (zum Bericht geht es hier). Auf ihrem Debütalbum Light Upon the Lake hat Sänger UND Schlagzeuger Julien Ehrlich das Scheitern einer Beziehung verarbeitet. Wer jetzt melancholische Pianosounds hat die Rechnung ohne die Band gemacht, denn jeder Song versprüht unfreiwillig Sommerlaune. Nach langem abwägen habe ich mich entschieden Polly zu verlinken, was eventuell auch etwas mit dem zugehörigen Musikvideo zu tun hat.

Mount Kimbie – Blue Train Lines (feat. King Krule)

Um diese Ausgabe mit etwas Positiven abzuschließen, gibt es News von Mount Kimbie.
Nach der Zusammenarbeit mit James Blake haben sich die Londoner auf ihrer neuesten Singelauskopplung King Krule mit ins Boot geholt. Dieser Geniestreich trägt den Titel Blue Train Lines und ist eine weiterer, gelungener Ausblick auf das baldigst erscheinende Album.