Der Ohrwurm meines Lebens schleicht sich mir beim Stehen in der prallen Sonne in meine Ohren.

It’s gonna take a lot to turn me away from you. There’s nothing that a hundred men or more could ever do!


Dieser grandiose Song und tatsächlich noch viele andere Hits der 80er und 90er passen so gut zu diesem Wetter da draußen wie Schokostreusel zum Kokoseis. Deswegen meine erste, und wenn auch so untypisch Marsmädchen trotzdem reich an Laune und Herz, Empfehlung am Wochenende: Macht euch die erstbeste 80ies-Playlist an, die ihr auf Spotify, Youtube oder wo sonst finden könnt. (Dankt mir später.)

 
Das erste Mal seit meiner Social-Media-Nutzung habe ich eine Musikerin auf Instagram entdeckt. Wie funktioniert das? Du folgst jemandem, weil er coole Bilder postet und nach einiger Zeit bemerkst du, dass dieser jemand Musiker ist und gerade an seiner EP schraubt. Genau diese EP hat Ilgen-Nur letzte Woche veröffentlicht. Das gute Stück heißt No Emotions und man kann es u.a. in der schönsten Form, Musikgeschichte zu zelebrieren, erwerben – als Kassette. Reinhören und kaufen könnt ihr hier aber auch in einigen eurer Lieblingsplattenläden (allein das klingt schon alles perfekt).

Ilgen-Nur hätte keinen schöneren Beisatz als „sad songs about growing up“ finden können. Die fünf Songs verkörpern das Urban Life junger Menschen, die studieren oder nicht, bei denen auch immer Leute dabei sind, die das Leben nicht so ernst nehmen oder noch gar nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Nächte werden zum Nachdenken genutzt oder zum Party machen. Am Sonntag werden Life Essentials am Kiosk besorgt, weil man es die Woche über vergessen hat. Dazu gibt’s Pommes beim nächsten Imbiss und im Park abhängen bis die Sonne untergeht. Und irgendwo findet man sich als End-Teen bis Mittzwanziger selbst in mehreren Songzeilen wieder und erkennt, wie ehrlich die Musik ist, die sich auch stilistisch nicht verschnörkelt aber auf dem Punkt ist. Girlpower ahoi!