Antonia

Als in Baden-Württemberg ansässiger Mensch war die vergangene Woche die erste vollständige Arbeitswoche des neuen Jahres und somit war die Freude auf das Wochenende noch größer als sonst. Klar, dass die dazugehörige Playlist ab Donnerstag überarbeitet werden musste und Youtube-Videos dafür die beste Inspiration sind. So kam es, dass mir Lonely Boy von The Black Keys samt Video auf den Bildschirm geshuffelt wurde. Huch, sind wir alle mittlerweile alt, ist das wirklich schon fünf Jahre her? Und selbst wenn – für mich war es mit seinem fantastischen Video die notwendige Erinnerung, dass auch das Alter Spaß macht. Wenn in 30 Jahren alle Stricke reißen: Eine langweilige Umgebung finden, sich mittig im Bild platzieren und die gekonnt lässige eigene Performance zu Lonely Boy filmen.

Samira

Eigentlich sollte ich diesen Mittwoch in den Fernbus nach Groningen steigen, um zu Eurosonic zu fahren, doch eine Matheklausur machte mir einen Strich durch die Rechnung. Alles halb so schlimm, denn wir konnten einen engagierten Ersatz finden, der uns bald vom Festival berichten wird (auf Instagram gibt es bereits einige Einblicke).
Im Rahmen der Vorbereitung habe ich dennoch vorbildlich das Line-up studiert. Dabei ist mir eine britische Band, wie kann es auch anders sein, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Die South Londoner hören auf den Namen Shame, werden in ihren Texten gerne politisch und kritisieren ihre Musikerkollegen “relatable not debatable” zu sein. Die Debütsingle The Lick hat etwas rohes, wütendes, was man wohl am ehesten dem Post-Punk zuordnen kann (ja, der Mensch braucht Schubladen um Dinge einzuordnen). Fans von Fat White Family werden bei der Musik von Shame nur so ins schwärmen geraten.

Photo Credits: Starkie Reay