Bald ist es wieder soweit, die Marsmädchen machen sich kollektiv auf den, teilweise ganz schön langen, Weg nach Hamburg. Dort findet nunmehr zum neunten Mal das MS Dockville, eines unserer absoluten Lieblingsfestivals statt! Vom 21.- 23. August heißt es wieder, je mehr Glitzer, desto besser! Trockenshampoo, Konfetti und wetterfeste Kleidung warten nur darauf endlich in den Festivalrucksack gepackt werden zu können. Die erste Festivalwelle neigt sich langsam dem Ende zu, doch das Dockville zählt für uns immer zu eines der Highlights des Festivalsommers. Rund 25.000 Leute machen sich jährlich auf den Weg zur Elbinsel, die an diesem Wochenende zu einer Kunst- und Kulturoase wird. Wer schon einmal unter den Besuchern sein durfte, der weiß, was für einen speziellen und unverwechselbaren Scharm dieses Festival ausstrahlt. Zwischen den Hafenindustriebauten wird von Künstlern im Vorfeld eine kleine Welt erschaffen, bei der es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Auf sechs Bühnen treten knapp 140 Bands und DJs aus verschiedenen Genres auf, die von den Bookern mit feinstem Fingerspitzen ausgewählt werden. So liefern sie uns jedes Jahr einen Mix aus Headlinern, interessanten Newcomern und DJs, die uns bis in die tiefen Abendstunden hin zum tanzen bringen. Bei so einer Fülle an Möglichkeiten raten wir euch einfach: Lasst euch treiben, auf keinem anderen Festival ist das so aufregend. Vor die Bühne, zu den Kunstwerken, zum Campen, vor eine andere Bühne …ihr kennt das. Und mit genug Seifenblasen und einer guten Regenjacke im Sportbeutel könnt ihr sowieso nichts falsch machen! Bevor wir zu unseren Must-Sees kommen, gibt es hier noch ein kurzes Video, in dem der Dockvillezauber ganz gut rüberkommt.

Das Line-Up auf einen Blick (Stand: 23.07.2015):

All We Are • Alle Farben (DJ-Set) • Andreas Moe • AnnenMayKantereit • Antilopen Gang • AV AV AV • Bandulera • Bear’s Den • Benet Rix • Benjamin Booker • BLOMQVIST • Boys Noize • Caribou • Carsten Stäcker • Chez Mieke • Christian Löffler • Dan Deacon • Daniel Bortz • Darwin Deez • Dave DK • Davidé • Der Bürgermeister Der Nacht • Der Mo • Die Orsons • Die Vögel • Dimo Kyrmandis • Dinnerdate • Dj. O • Django Django • Douglas Greed •Drauf Und Dran • Egokind & Ozean • Ennio • ERRdeKa • Fatoni • Feast. • Felix Jaehn • Findus • FJAAK • Fjörn & Branz • FM Belfast • Fort Romeau • Four Tet • Friska Viljor • Gerald Steyr • GOLF • Grapes • Habitat • Hade Hauschka & Samuli Kosminen • Hayden James • Haelos • Hubbabubbaklubb • HVOB • Iamnobodi • Interpol • INTO LALA • Jack The Hustler • Johannes Raum • Jonah • Jonas Mantey • José Gonzales • King Kong Kicks • KlangTherapeuten • Klaus Johann Grobe • Konrad Wehrmeister • Kuno • Lexer • Liebemachen • Little Dragon • Luka • Låpsley • Mis-Shapes • Misanthrop • Niconé & Sascha Braemer • Niklas Ibach • Nod One’s Head • Occupanther • Odesza • Ought • Parcels • Pecco Billo • Poetry Slam 2015 • Pool • Powel • Prinz Pi • Rangleklods • Rebecca Martin • Recondite • Romano • Roosevelt • RSS Disco • RØDHÅD • SAINT WKND • Sarah & Julian Sekuoia • Sherlock Dope • Shura • Sizarr • Slim Charles • Son Lux • Speckmann • Spocht • Steffen Bennemann • Stwo • Suff Daddy • Sväva • Sylabil Spill • Sylvan Esso • Talisco • The Avener • The Glitz • The Last Things • Tischdisco • Tom Odell • Trashlagoon • Tropics • Usus • Vaults • Warm Graves • Weisser Rabe • Wohlwill • Woman • Young Fathers • Yuko Yuko • Zugezogen Maskulin • Ásgeir

Falls ihr jetzt Lust auf das MS Dockville bekommen habt, könnt ihr euch schnell hier eure Tickets sichern, die Campingtickets werden langsam knapp. Packt eure sieben Sachen, und macht euch auf den Weg nach Hamburg, ihr werdet es nicht bereuen!

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Unsere Must-Sees

Neben den offensichtlichen Headlinern wollen wir euch bei unseren zehn Must-Sees Acts ans Herz legen, die vielleicht nicht jeder Festivalbesucher sofort auf dem Schirm hat.

Shura

In 3 Worten: 90s, hypnotic, Synth-Pop

Zur Musik kam die in London lebende Shura durch den Einfluss ihres Bruders, der Drum ‘n’ Bass DJ ist. Als sie nach ihrem Studium ein Jahr im Amazonasgebiet lebte, fand sie Zeit und Inspiration für ihre Lyrics. Mit ihrem Video zu Touch gelang ihr ein szeneübergreifender Hype. Shura live zu erleben ist momentan noch eine Rarität, umso mehr freuen wir uns sie auf dem Dockville zu sehen.

 

Golf

In 3 Worten: Dadaistisch, Bilderbuch, Disko

Im Internet gibt es bisher fast nichts über die Band Golf, die ihre Gesichter bisher geheim halten. Aufgefallen sind sie uns durch ihre künstlerischen Videos und dem Bilderbuchesquen Sound. Mal sehen, ob die Kölner ihre Gesichter live verhüllen werden, tanzbar ist ihr Funk-Wave allemal.

 

Ought

In 3 Worten: Postpunk, Montreal, Talking Heads

Montreal ist mittlerweile ein Garant für interessante Bands, Ought sind da keine Ausnahme. Kennengelernt haben sich die vier Herren auf einer Demo, ihr Debüt More Than Any Other Day würde von der Musikpresse in den Himmel gelobt. Fans von Joy Division oder Sonic Youth sollten sich diesen Auftritt nicht entgehen lassen.

 

Zugezogen Maskulin

In 3 Worten: Rap, gesellschaftskritisch, wütend

In Songs, wie Crystal Meth in Brandenburg oder Agenturensong, thematisieren Zugezogen Maskulin aktuelle Probleme mit einer gehörigen Prise Humor. Sie tragen keine Tiermasken, dafür aber jede Menge Wut in sich, die sie auch nur allzu gerne mit ihrem Publikum teilen. Wer schon einmal auf einem Zugezogen Maskulin Konzert war, der weiß, dass man sich danach erstmal umziehen kann. Im Klartext heißt das: Für die jungen Wilden unter euch gibt es Pogo von Sekunde eins an, versprochen.

 

Yuko Yuko

In 3 Worten: 80s, dreamy, Mac DeMarco

Für seine Musik benutzt Yuko Yuko ausschließlich Equipment, das vor seiner Geburt hergestellt wurde. Mit gerade mal neunzehn Jahren ist das, zugegebenermaßen, auch nicht so schwierig. Der Niederländer macht irgendwas zwischen 80s, Popmusik und verträumten Mac DeMarco Sound. Für uns ein absolutes Must-See!

 

Darwin Deez

In 3 Worten: Indie, tanzbar, New York

Wer hat noch nicht zu Radar Detector in der Indiedisko seines Vertrauens getanzt? Niemand, richtig, denn Darwin Deez steht für Musik, die direkt ins Tanzbein übergeht und sogar den größten Tanzmuffel seine besten Moves auspacken lässt. Lange war es ruhig um den Mann mit den Korkenzieherlocken, doch Ende des Jahres kommt endlich sein neues Album in die Läden. Hoffentlich können wir ihm, neben den Klassikern, auch ein paar neue Songs entlocken.

 

Rangleklods

In drei Worten: Elektronisch, sexy, Dänemark

Das Duo hat uns mit seiner energetischen Performance auf dem diesjährigen Maifeldderby schon umgehauen. Sie sind die Hoffnungsträger von dänischen Elektro und haben gleich sechs mal auf dem SXSW gespielt. Ihr neues Album Straitjacket ist voll mit tanzbaren Songs, mit denen Rangleklods uns sofort in ihren Bann ziehen werden.

 

Findus

In 3 Worten: Hamburg, Punk, textstark

Deutscher Punk aus Hamburg, live erprobt und wütend kommen Findus daher. Neben den elektronischen Acts eine schöne Abwechslung die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen werden.

 

Tropics

In 3 Worten: Chillwave, London ,Caribou

Bei unseren Recherchen landeten wir zuerst auf der Seite einer spanischen Großraumdisko, aber keine Sorge, außer dem Namen haben Tropics und das Tropics wohl eher nichts gemeinsam. Mit seinem Chillwave bringt uns der Engländer hoffentlich ein bisschen Wärme mit nach Hamburg. Wir werden uns zumindest ganz in den verträumten Melodien fallen lassen.

 

Young Fathers

In 3 Worten:Hip Hop, vielseitig, Edinburgh

2014 haben sie FKA Twigs und Jungle den Mercury Prize weggeschnappt und damit die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gelenkt. Young Fathers machen oberflächlich gesagt Hip Hop, lassen sich durch ihren vielseitigen Sound aber schwer in eine Schublade stecken. Wir freuen uns jetzt schon sehr auf den Besuch aus Edinburg.

 

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Photo Credits: Antonia Verdier, Beitragsbild: Christoph Trabert (www.christophtrabert.com)