Trümmer haben wir euch bei der Plattenkritik zu deren Debüt bereits vorgestellt. Ins unseren Augen sind Trümmer eine der spannendsten, deutschsprachigen Bands aktuell. Um so mehr freut es uns, euch endlich unser Interview mit Paul und Max zu zeigen. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt, das durch nachdenkliche Texte genau so überzeugt wie durch tanzbare Melodien, konnten sie einen Hype verbuchen. Die Band aus Hamburg trat in den letzten Jahren auf diversen Festivals, wie zum Beispiel dem MS Dockville oder dem Melt, auf. Außerdem durften sie Künstler, wie Casper und The 1975 auf ihren Touren supporten. Zu unserer ausführlichen Plattenkritik kommt ihr hier

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Wenn ich den Berufswunsch, den ich als Kind hatte, ausüben würde, dann wäre ich jetzt…

Paul: Musiker!
Max: Ich habe als Kind viele Burgen, Höhlen und Baumhäuser gebaut und mit meinen Freunden in Fantasiewelten gespielt. Ich wäre jetzt also wahrscheinlich Ritter oder Drachenjäger.

Wenn ich mir eine noch so utopische Zukunft aussuchen könnte…

Paul: Gäbe es keine Grenzen und kein Geld, und alle Menschen würden zusammen entscheiden, was passieren soll und was nicht.
Max: Dann bestünde ein Teil der Utopie daraus, dass in der Zukunft absolute Chancengleichheit herrscht.

Wenn ich einen unendlichen Betrag an Geld zur Verfügung hätte…

Paul: Würde ich durch die Welt reisen und die Menschen kennenlernen.
Max: Ich muss da sofort an The KLF denken.

Wenn ich eine Zeitmaschine besäße, würde ich…

Paul: Ins New York der 70er ziehen, und mit Andy Warhol, Lou Reed und Debbie Harry einen drauf machen.
Max: Anstatt ins Kino zu gehen in der Geschichte rumreisen. Zum Beispiel würde ich mich gerne im Wien der 20iger Jahre von Sigmund Freud auf Kaffee und Sachertorte einladen und mir von ihm die Psychoanalyse erklären lassen. Oft dürfte man die Maschine jedoch nicht benutzen, weil es nicht gut ist, mit seinen Gedanken zu lange in der Vergangenheit zu hängen.

Wenn ich mein ganzes Leben nur noch ein Lied hören dürfte, wäre das…

Max: 4’33’’ von John Cage, weil ich die Stille einem einzigen, dauerhaft gespielten Lied vorziehen würde. Das ganze Leben lang nur ein Lied hören zu dürfen, stelle ich mir ähnlich quälend vor wie Chinesische Wasserfolter oder permanenten Schlafentzug.
Paul: … Wo Ist Die Euphorie von Trümmer ;)

Wenn ich einen Musiker meiner Wahl (egal aus welcher Zeit) treffen könnte, wäre das…

Paul: … Moondog!
Max: Ich würde eine zeitlang mit Fela Kuti in Lagos rumhängen. Einerseits, weil ich Kuti, seine Gruppe und die Stadt total spannend finde und anderseits, weil ich dann vielleicht mal Polyrhythmik besser verstehen würde.

Wenn ich mich in ein Tier verwandeln könnte, wäre das…

Paul: Ein fliegender Delfin!
Max: Ich finde Schildkröten ganz cool…

Wenn ich nur noch ein Konzert in meinem Leben besuchen dürfte, wäre das…

Paul: Neil Young!
Max: Keine Ahnung. Vermutlich Wagner, gespielt vom Tokioer Sinfonieorchester und dabei geht die Welt unter.

Wenn ich die Wahl zwischen einem kleinen Auftritt vor meinen größten Fans und einem riesengroßen Auftritt vor einem weniger leidenschaftlichen Publikum hätte…

Max und Paul: Dann würden wir auf jeden Fall für unsere größten Fans spielen.

Wenn ich mir eine Interviewfrage aussuchen dürfte, würde ich mich fragen…

Paul: Ob ich daran glaube, dass man mit Musik die Welt verändern kann. Worauf meine Antwort „Ja!“ wäre.
Max: Gerade würde ich mir wünschen, dass das Interview auf Sizilien stattfindet und die letzte Frage ungefähr so lautet: „Max, mille grazie für das Interview. Abschließend noch eine Frage: „Wir feiern heute Abend in unserem Olivenhain die Hochzeit meiner Cousine. Wir haben noch einen Platz an unserem Tisch frei. Wir würden uns sehr freuen, wenn du vorbei kommst. Hast du Zeit und Lust?“