Die Qualität eines Künstlers kann man in vielen Fällen nicht anhand ihrer Facebooklikes bestimmen, vielmehr ist es ein Ausdruck dafür, wie bekannt sie sind. So sollte man die süßen 390 nach oben gereckten Daumen (Stand: 28.05.14), die Pale Honey verzeichnen können, als Indiz dafür nehmen, dass sie (noch) ein Geheimtipp sind; also Ohren gespitzt und gespannt gelesen, damit ihr in einem Jahr zu dem stolzen Kreis an Leuten gehört, die “Pale Honey? Die hab’ ich schon seit ihrer ersten EP verfolgt – krasse Entwicklung!” sagen können.

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Begonnen hat alles in der schwedischen Highschool, als Tuva Lodmark (links, Gitarre und Gesang) und Nelly Daltrey (rechts, Schlagzeug und Hintergrundvocals) sich kennen lernten.

“It was a real love story right there”

, so die beiden Gothenburgerinnen. Nach anfänglicher Schüchternheit auf beiden Seiten fingen sie an, gemeinsam freche Pläne auszuhecken und schlichen sich immer öfter vom Unterricht weg, um gemeinsam Musik zu machen.

Der erste Funke dieser sowohl freundschaftlichen als auch musikalischen Liebe ist mittlerweile sechs Jahre her. Der Name, unter dem sie Musik machten, änderte sich einige Male – je nachdem, in welche Richtung ihre Stilfindung sie gerade führte. Bis vor kurzem noch nannten sie sich The Tapes. Wegen Mangels an Wiedererkennungswert sowie um den Neuanfang zu markieren, der mit dem Gedanken des mehr professionellen Musikmachens einher ging, wählten sie vor gut einem halben Jahr Pale Honey für den reduzierten Indie Rock, den sie heute machen.

Das Musikvideo zu Fish, das wir euch in unserer dreizehnten Ausgabe der Weekend Vibes vorgestellt haben, wurde von den beiden Mädels in Eigenregie gefilmt sowie bearbeitet und soll als kleiner Appetithappen für das bevorstehende Debütalbum stehen, das voraussichtlich/hoffentlich Ende des kommenden Herbstes veröffentlicht wird.

Grundsätzlich sehen Pale Honey sich als Duo; ihre lange Suche nach einem Bassisten, der nicht nur genauso engagiert wie sie ist, sondern auch noch ähnlich denkt, führte zu keinem nennenswerten Erfolg, woraufhin sie beschlossen, zu zweit zu bleiben und lediglich live einen Bassisten einzusetzen. Praktischerweise hatte Nelly zu der Zeit einen Mitbewohner, der Bass spielte, woraufhin dieser kurzerhand als festes Live-Mitglied an Land gezogen wurde. Seither begleitet Johannes Wiman sie bei ihren – bislang größtenteils in Gothenburg, Schweden, stattfindenden – Gigs.

Konzerttermine in Deutschland gibt es bislang noch keine, eine Tour ist aber in Planung. Diese soll im August stattfinden, welche Länder wie umfangreich betourt werden und ob es überhaupt der August wird, steht leider noch nicht fest. Aber – und darüber scheinen Tuva und Nelly genauso aufgeregt zu sein wie wir – sie treten auf dem Dockville Festival in Hamburg auf! Also schnell die allerletzten Tickets gesichert und hingedüst, wir können es euch, auch abgesehen von besagtem Auftritt, nur wärmstens empfehlen.


Ihr seht: dieses Duo muss man einfach ins Indie-Herz schließen. Damit das noch ganz viele weitere Menschen tun können, unterstützt sie doch durch den Kauf ihrer EP, geht zu ihrem Aufritt auf dem Dockville oder schenkt ihnen ein Facebooklike. Glaubt uns: es lohnt sich.