Vor ihrem ersten Clubkonzert in Deutschland trafen wir uns im schönen Hannover Stadtteil Linden mit Pale Honey, einem schwedischen Indie-Rock Duo, das live von je einem weiteren Gitarristen und Bassisten begleitet wird. Wir erfuhren so einiges: von ihrem Lebensmotto über zuckersüße Utopien bis hin zu irrsinnigem Wissen über schwedische Kinder – wie beispielsweise dem, das bei einer Befragung angab, sich in eine Fliege verwandeln zu wollen, um Exkremente essen zu können. Wir lassen diese Information unkommentiert und wünschen viel Spaß mit Pale Honeys Antworten auf unsere Was wäre, wenn…?-Fragen.

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Wenn ich heute den Berufswunsch, den ich als Kind hatte, ausüben würde, dann wäre ich jetzt… 
Tuva: Eine Delphin-Trainerin
Nelly: Ich hätte viele verschiedene Jobs, unter anderem Tierarzt.
Axel: Koch

Wenn ich mein ganzes Leben nur noch ein Lied hören dürfte, wäre das…
Tuva: Reckoner von Radiohead

Wenn ich mir eine noch so utopische Zukunft aussuchen könnte…
Tuva: Frieden auf der Welt… und ein paar Delphine.
Axel: Ich bin genau da, wo ich sein will: Auf Tour mit Pale Honey. (Anders nickt zustimmend)

Wenn ich einen unendlichen Betrag an Geld zur Verfügung hätte…
Tuva: würden wir ein größeres Auto mieten, vielleicht sogar einen Nightliner.
Nelly: Und wir hätten endlich Geld für Schminke mit Glitzer! (lacht)

Wenn ich eine Zeitmaschine besäße…
Nelly: Wären wir nicht hier, sondern in der Vergangenheit… und in der Zukunft.
Axel: Ich denke, es wäre cooler, mit Pale Honey in den späten 60ern oder frühen 70ern zu touren. Deswegen würde ich die ganze Band zurück in die 70er bringen.

Wenn ich einen Musiker meiner Wahl (egal aus welcher Zeit) treffen könnte, wäre das…
Nelly: Ich selbst in der Zukunft
Axel: Nachdem ich seinen Auftritt beim Dockville Festival gesehen habe, würde ich gerne Mac DeMarco treffen, der wirkt wie ein echt lässiger Kerl.

Wenn ich mich in ein Tier verwandeln könnte, wäre das…
Tuva: eine Hauskatze, dann würde man die ganze Zeit mit mir schmusen.
Axel: Ein Adler, ist doch langweilig sich in etwas zu verwandeln, aus dessen Augen man dieselbe Sicht hat.
Nelly: Ich möchte ein Pinguin sein, aber weder in der Wildnis noch im Zoo.
Wo dann?
Nelly: Bei meinem Freund. Der muss sich dann immer um mich kümmern.

Wenn ich nur noch ein Konzert in meinem Leben besuchen dürfte, wäre das…
Nelly: Wir sollten bei unserem eigenen Konzert sterben, vom Blitz getroffen werden oder so.

Wenn ich die Wahl zwischen einem kleinen Auftritt vor meinen größten Fans und einem riesengroßen Auftritt vor einem weniger leidenschaftlichen Publikum hätte…
Alle: würden wir Ersteres wählen!

Wenn ich mir eine Interviewfrage aussuchen dürfte, würde ich mich fragen…
Nelly: “Was ist euer Lebensmotto?”
Was ist euer Lebensmotto?
Axel: Yolo (alle lachen). Es ist eigentlich wirklich yolo.
Tuva: Ja, geht mir auch so. Die schwedische Version davon ist “Man lever bara en gång”. Noch besser passt für uns aber “Kör bara kör”, das beschreibt, Dinge auf sich zukommen zu lassen und sich nicht von Hindernissen oder Ähnlichem abhalten zu lassen, seinen Traum zu leben. Das ist aber lange nicht so verbreitet wie yolo.
Nelly: Stimmt, aber immerhin ist es bei uns Band-famous. Irgendwer sollte es verbreiten.

Damit das passiert an dieser Stelle ein Tipp von uns an euch, falls ihr gerade vor schwierigen Entscheidungen steht oder nach einem tiefsinnigen Lebensmotto à la yolo, aber eben nicht yolo, sucht: “Kör bara kör”.
Danke für das Interview, Pale Honey!

Photo Credits: Antonia Verdier (Header), Hilda Randulv