Und schon wieder geht ein Jahr zu Ende – dieses ist nur so an uns vorbeigerast. Kein Wunder, denn wir haben wirklich sehr viel erlebt.
Die Marsmädchen haben das erste Mal in versammelter Mannschaft ein Festival gemeinsam verbracht (Dockville ♡), tolle Blogger-Kollegen kennengelernt, neue Ideen umgesetzt und schlussendlich den Adventskalender mit The Postie realisiert. Nicht zu vergessen, dass wir von Blogspot auf eine eigene Domain und Wordpress umgezogen sind, Sticker in ganz Deutschland verteilten und viele Interviews mit unsagbar freundlichen Musikern führten. Das letzte Jahr war ein wichtiges Jahr für unseren Blog und wir sind sehr motiviert im nächsten Jahr noch professioneller und aktiver zu werden. Vielen Dank an dieser Stelle an alle unsere Kontakte, die uns 2014 besonders unterstützt haben! Ohne euch hätten wir viele Dinge nicht umsetzen und erleben können. Der größte Dank geht aber natürlich an euch Leser! Wir haben viel Freude am Schreiben, aber wenn die eigenen Beiträge gelesen – sowie im besten Fall kommentiert und weiterverbreitet – werden, freut einen das natürlich umso mehr. Feedback, Anregungen und Verbesserungsvorschläge, um unsere Website noch besser zu gestalten, sind natürlich auch immer willkommen. Wir Marsmädchen wünschen euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2015; auf dass alle eure Vorsätze und Träume in Erfüllung gehen.

So, genug Dankesreden geschwungen, jetzt kommen wir zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrags: Unserem musikalischen Jahresrückblick 2014.
Genau wie letztes Jahr auch, haben wir jeder 10 Alben/Songs ausgesucht, die wir 2014 am meisten gehört und lieb gewonnen haben. Außerdem erzählen wir euch von unseren Konzert-Highlights und den Newcomern, die ihr euch für 2015 unbedingt merken solltet. Die Alben-Hyperlinks führen euch direkt zur Album-Seite auf Spotify, die der Songs zu Videos auf Youtube. Am Ende des Beitrags findet ihr auch noch eine gesammelte Spotify-Playlist mit all unseren Lieblingslieder. Viel Spaß!

 

Antonia

Live-Highlight

Dieses Jahr war voller Live-Highlights und sich an dieser Stelle entscheiden zu müssen, müsste mir sehr schwer fallen – wären da nicht Future Islands. Vor 2014 waren sie mir – Shame on me – noch kein großer Begriff. Long Distance Flight kannte und liebte ich, aber über diese Kenntnis war ich bis zum Maifeld Derby nicht hinausgekommen. Dann aber verzauberten sie mich, rissen mich in ihre ganz eigene Welt aus Herzschmerz und Enttäuschung, die so intensiv noch nie bei einem Konzert verspürt wurde. Die bitter-süße Performance Samuel Herrings, die das Wort Performance wirklich verdient hat, hat mich derart fanatisch gemacht, dass ich wenige Wochen später auf dem Melt! sogar eine meiner favorisierten Bands (die ich jetzt nennen würde, wüsste ich noch, wer es war) ausfallen ließ, um mich erneut in das Paralleluniversum aus wütend-traurigem und melancholisch-nostalgischem Empfinden mitnehmen zu lassen.

 

Newcomer

Wen könnte ich an dieser Stelle anderes nennen als Pale Honey? Die Schwedinnen haben mein musikalisches Jahr entscheidend geprägt und mich einem meiner früheren Lieblingsgenres – dem Indie Rock – wieder näher gebracht. Dafür und für die Laufsteg-Feeling-Momente, die ich mit ihrer Fiction EP auf den Ohren durch die Straßen laufend erlebt habe, möchte ich mich bedanken: Tack så mycket, Pale Honey!

 

Carina

Live-Highlight

Oje. Für die Wahl des Live-Highlights 2014 könnte ich ein eigenes Ranking aufstellen. Das ganze Jahr war ein Highlight – nicht zuletzt, da ich aus der Festivalsaison viel gemacht habe und rekordverdächtig vom einen zum nächsten gehüpft bin. Bei so vielen Auftritten kann ich mich unmöglich auf einen Künstler beschränken und präsentiere auf Grund dessen hier meine Auswahl von überragenden Shows: Nine Inch Nails bei Rock Am Ring. Ich berichtete bereits, dass ihr Auftritt gigantisch war, obwohl ich mich davor nie wirklich mit der Band auseinandersetzte. The National rührten mich beim Maifeld Derby zu Tränen (zum Bericht) und Arcade Fire brachten ein Feuerwerk aus audiovisuellen Elementen auf die Green Stage vom Southside. Kölsch sorgte für Massen-Euphorien auf dem Melt! / SMS und Flume lockte trotz stürmischem Regen gefühlt alle Besucher des Dockville Festivals an. Unerwähnt bleiben dürfen auch nicht Darkside, die mich sowohl in München als auch auf dem Melt! mit ihrer einzigartigen Live-Performance nachhaltig zum Staunen brachten.

 

Newcomer

Meine Newcomer-Sektion nutze ich geschickt für Künstler, die knapp einen Platz in meiner Top 10 verfehlten. SOHN kannte ich bereits 2013, überzeugte aber besonders dieses Jahr durch Veröffentlichung des Albums und Tour-Marathon. Jack Garratt lernte ich beim Ben Howard Konzert in Frankfurt kennen und lieben – unbedingt die Augen offen halten! Auf seine bisher wenig veröffentlichten Songs folgt nächstes Jahr bestimmt ein Album. Zu guter Letzt freue ich mich darauf, 2015 auch endlich AnnenMayKantereit live sehen zu können und hoffentlich irgendwie in den Besitz ihres Albums AMK zu kommen, was bisher recht aussichtslos gewesen zu sein schien.

 

Natalie

Live-Highlight

Es war ein Jahr voller fantastischer Festivals und Konzerte – nicht leicht, Auftritte zu priorisieren. Besonders im Gedächtnis ist mir der Auftritt von Son Lux beim Maifeld Derby geblieben. Eine orchestrale Performance, irgendwo schweifend zwischen Elektro und Rock, und durchgehend emotional mitreissend. Zu Manamana beim Dockville Festival bin ich ganz zufällig gestoßen. Es hat geschüttet, ich hatte im Trubel alle verloren und es war verdammt kalt! Irgendwann kam ich zum Set des Duos, die Skepsis war zunächst groß, House und Techno ist nicht ganz mein musikalisches Metier. Aber! Während der ganzen Performance herrschte so eine glückliche Stimmung, fast schon karibische Atmosphäre im Hansestadt-Regen. Einen besseren, zufälligeren Festivalabschluss hätte ich mir nicht wünschen können. Oh, und Egokind beim Dockville erwähne ich auf ganz selbstbezogenen Gründen: Wann wird es einem vom Künstler persönlich schon erlaubt, auf der Bühne zu tanzen?

 

Newcomer

Zwei Bands aus Australien hörte ich auf Dauerschleife: Montgomery und #1 Dads. Sphärisch, wunderschöne Stimmen und genau die richtige Portion Lana-del-Rey-Melancholie. Bei Montgomery mit mehr Synths, bei #1 Dads mit mehr Akustik-Gitarren.
Um lokaler zu bleiben: Moglebaum aus Düsseldorf – versüßten mir schon so manchen Sonntagnachmittag mit ihren Elektro-Ambient-Indie-Soul-Kompositionen.

 

Maria

Live-Highlight

Bastille in Köln: Eineinhalb Stunden starkes Herzklopfen und Verliebtheit in mir und um mich herum.
Arcade Fire in Dresden: Ja, diese Truppe ist eine der besten Livebands der Welt!
Dillon auf dem Dockville Festival: Das Konzert war zwar nur 20 Minuten kurz, aber dafür das Emotionalste in meinem bisherigen Leben.

 

Newcomer

Go Go Berlin sah ich auf dem Rocken am Brocken Festival und war danach begeistert. Die machen nicht nur starke Musik, die sind auch sympathisch. Wenn ich nun von meiner persönlichen Neuentdeckung 2014 rede, gebe ich auch mit Stolz und breitem Grinsen an, ein Photobox-Foto mit den Jungs zu haben.

 

Samira

Live-Highlight

Das Maifeldderby ist mittlerweile bekannt dafür Gänsehautmomente zu kreieren. Die intimere Atmosphäre gemischt mit dem Gespür der Booker hat mich auch dieses Jahr wieder komplett umgehauen. Um mich ein wenig kürzer zu fassen, möchte ich hier nur meine zwei absoluten Highlights nennen. Zum einen wären da Bilderbuch, eine Band, die ich seit ihrem diesjährigen Auftritt noch mehr lieben gelernt habe. Perfektes Wetter trifft auf heiße Gitarrensounds und einen sehr humorvollen Sänger, hier hat einfach alles gestimmt. Bosse hingegen (shame on me) habe ich vor dem diesjährigen Kosmonautfestival immer nur beiläufig mitbekommen, doch seit dieser spätabendlichen Tanzparty darf man mich zu seinen Fans zählen. Außerdem wären da noch die Herren von K.I.Z., die auf dem Splash! 17 eine krasse Headlinershow abgeliefert haben. Ich habe das Spektakel zwar nur von der Tribüne aus bewundern können, dennoch war ich völlig gefesselt/nostalgisch. Es wurde nämlich praktisch die komplette Diskografie durchgespielt. Am Ende der Festivalsaison kamen wir dann noch in den Genuß, den wunderbaren Jake Bugg auf dem Dockville Festival anzuschmachten. Trotz weniger Worte zwischen den Songs überzeugte mich der junge Cliftoner mit Gesang und Gitarrenspiel.

 

Newcomer

 
Meine Newcomerin des Jahres 2014 ist eindeutig FKA Twigs, deren Sound einen in andere Sphären katapultiert. Raptechnisch (das darf auch nicht zu kurz kommen) muss ich natürlich Zugezogen Maskulin erwähnen, wenn man diese überhaupt noch als Newcomer bezeichnen darf. Die Zwei haben mir den Spaß an guten Punchlines wieder zurückgebracht, danke dafür. Den kompletten Herbst lang habe ich dann L’aupaire gehört, der 2015 übrigens mit Malky auf Tour gehen wird. Einmalige Stimme gepaart mit nachdenklichen Texten, sollte man sich auf jeden Fall mal anhören.

 

Playlist