Nachdem sein Debütalbum Every Kingdom nach der Veröffentlichung im Oktober 2011 einen riesigen Erfolg feierte, haben schon alle gespannt auf das nächste Werk des 27-jährigen Singer-Songwriters gewartet. Nun veröffentlichte der Brite Ben Howard sein zweites Album mit dem Titel I forget where we were. Mit der gleichnamigen Single, die bereits im August erschien, bekamen wir ein Amuse-Gueule und noch mehr Vorfreude auf das neue Album. Nach der Veröffentlichung bleibt der Erfolg nun nicht aus: Schon in der ersten Woche steigt I forget where we were auf die Eins der UK Album Charts. Wir haben reingehört.

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Das Album beginnt mit Small Things. Der Sommer ist vorbei, wir müssen uns langsam daran gewöhnen, dass es nasser, kälter und windiger draußen wird. Die Blätter an den Bäumen färben sich und fallen an der ein oder anderen Ecke sogar schon ab. Aber der Herbst nimmt uns die gute Stimmung des Sommers nicht weg. Wir erinnern uns an alles, was wir in den letzten Monaten erlebt haben, wir vergessen nicht, wo wir waren. Mit einer warmen Tasse Tee in der Hand lauschen wir den seichten Klängen, dem unverwechselbaren Gitarrensound Ben Howards. Wir tauchen ein in eine andere Welt, die aus Träumerei und Melancholie besteht.

Das Album stellt ein Auf und Ab der Geräusche dar. Hört man im einen Moment nur Howards ruhige Stimme von den leisen Klängen seiner Gitarre begleitet, treffen im nächsten Moment laute Töne der Instrumente mit einer starken Stimme zusammen. Jedes einzelne Lied behält diese Struktur bei, mal in schnellerem Tempo wie in In dreams, mal langsamer wie in Evergreen.

Die Musik gleitet dahin ohne größere Vorkommnisse. Es ist der typische Sound von Ben Howard, den wir schon aus dem ersten Album kennen. Nur wirkt er ein bisschen nachdenklicher und tiefer. Doch dass es das Altbewährte und nichts wirklich Neues ist, stört uns nicht. Howard hat diesen unverkennlichen Sound und würde er den nicht beibehalten, wer wäre er dann? Man muss auch nicht darüber nachdenken, wer da gerade wie Musik macht. Man muss nichts vergleichen oder beurteilen. Wir sind in einem Bann, indem es Spaß macht, nur zuzuhören, in eine andere Welt gerissen zu werden, abzuschalten und einfach mal nicht viel zu denken.

Conrad bringt uns wieder zurück auf den Boden. Klare Gitarrentöne erklingen und lassen uns Schritt für Schritt in die Wirklichkeit zurückfinden. Als das Album mit All is now harmed endet, ist man bereit für das, was kommt. Der Herbst und der Winter werden nicht schlimm, wir sind vorbereitet, wir haben Unterstützung. Wir können I forget where we were jetzt immer wieder hören. Ben Howard begleitet uns in allen Situationen und Momenten. Seine raue, verträumte Stimme und die seichten Klänge unterstützen uns, wann immer wir wollen. Bis in den nächsten Frühling hinein.

Ben Howard erreicht und begeistert mit seiner Musik viele Menschen. Das zeigt sich auch an immer mehr ausverkauften Shows in großen Hallen. Auf der ganzen Welt ist er unterwegs und kommt im November auch noch einmal in Deutschland vorbei. Wir freuen uns schon darauf!

 

Termine

21.11.2014 Köln, Palladium (bereits ausverkauft)
24.11.2014 Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle
25.11.2014 Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle
27.11.2014 Berlin, Tempodrom
28.11.2014 München, Zenith

 

Photo Credits: Ben Howard Official, Universal Music