Oh du schöner Konzert-Herbst in Köln!
Anfang August – schon naht der Spätsommer und damit wird das Ende der diesjährigen Festivalsession erneut viel zu früh sichtbar. Die letzten Festivals für diesen Sommer sind im Kalender deutlich markiert, an ein Ende möchte man noch gar nicht denken. Doch auch der nahende Herbst verdient Vorfreude, dieser Herbst vielleicht sogar ganz besonders. Denn großartige und wunderbare Künstler haben sich angekündigt, um mit uns gemeinsam die grauen Herbsttage zum Strahlen zu bringen und aufkommende Winterdepressionen mit nicht still-stehenden Tanzbeinen zu durchbrechen.
Das wird eine richtige Herausforderung für meine Entscheidungsfähigkeit und die Kapazitäten meines Bankkontos. Hier eine kurze Übersicht meiner größten Freudenaufschreie:

The Shins

Der August zählt zwar nicht zum Herbst, aber The Shins aus Albuquerque (New Mexico) sollten in der Konzertplanung auf keinen Fall missachtet werden. Für insgesamt drei Konzerte ist die Indie-Pop Band um den Frontsänger James Mercer während ihrer Welttournee in Deutschland zu Besuch, unter anderem auch am 16. August in Köln. Ein Grund für freudiges Fingerkribbeln, denn es sind immerhin 5 Jahre verstrichen, seit wir das letzte Mal musikalisch von ihnen hören dürften. Vor allem die Single New Slang veränderte unser Leben, wie schon Natalie Portman vor 12 Jahren in dem Film Garden State vor uns allen wusste.

Dieses Jahr veröffentlichten die Gruppe ihr 5. Studioalbum Heartworms mit den starken Songs Name For You und So Now What. Unverändert hebt sich auch diesmal Mercers markante Stimme angenehm hervor und verleiht den leichten Indie-Pop Melodien die perfekte Würze.
Tickets für die Konzerte gibt’s hier.

Angus & Julia Stone

Lange war es um das australische Geschwisterpaar Julia & Angus Stone musikalisch ruhig gewesen. Umso schöner ist es, dass sie sich dieses Jahr mit der neuen Single Snow zurück melden. Wie uns schon aus ihren vergangenen musikalischen Werken bekannt ist, umhüllt uns auch der neue Song in eine kuschelige Wolldecke, gestrickt aus der kratzigen Melodien der Akustikgitarren und den sanften Tönen ihrer verträumten Stimmen. Neu sind diesmal die wenigen elektronischen Elemente, die sich harmonisch an den vertrauten Folksound des Duos anpassen.

Bereits drei Jahre ist es her, als die beiden ihr letztes Album veröffentlicht und nach sich selbst benannt haben. Mit ihrem neuen Song im Gepäck nimmt das Geschwisterpaar den langen Weg vom anderen Ende der Welt auf sich und kommt diesen Herbst für 6 Konzerte nach Deutschland, in Köln sind sie am 11. Oktober zu sehen.
Tickets gibt es hier.

Satellite Stories

Man möchte einfach nur tanzen, sobald die ersten Klänge von Campfire oder The Trap der finnischen Indie-Pop Band Satellite Stories angestimmt werden. Eigentlich sprudeln all ihre Songs über vor guter Laune und positiver Energie, die mit einer Leichtigkeit ansteckend ist und uns die Sorgen sowie Probleme dieser chaotischen Welt vergessen lassen.
Die vier Jungs schlossen sich 2008 musikalisch zusammen und eroberten von Finnland aus vier Jahre später mit ihrem Debüt-Album Phrases To Break The Ice die Indie-Herzen aller Welt. Erst im Mai veröffentlichten sie ihre neue und inzwischen vierte Platte Young Detectives, welche sie selbst produziert haben. Auch hier kommt das Tanzbein keineswegs zu kurz, insbesondere die Single Confetti wird so einige Clubs in eine schwitzende Tanzparty verzaubern.

Diesen Herbst legt Satellite Stories für insgesamt drei Konzerte einen Zwischenstopp in Deutschland ein, unter anderem am 25. Oktober in Köln.
Tickets gibt es hier.

Fleet Foxes

Der Herbst wird reich an wunderbarer Folk Musik sein. Unter anderem Dank Fleet Foxes aus Seattle, welche in Deutschland für 3 Konzerte touren, nachdem dieses Jahr ihr neues und inzwischen drittes Album Crack-Up veröffentlicht wurde. Auch Köln ist am 1. Dezember mit von der Partie.
Insgesamt ein gutes halbes Jahr haben sie an dieser neuen Platte gearbeitet, um vertraute Akustik mit neuen Melodien zu mischen. Das Besondere an diesem Album ist in jedem Fall die fast neunminütige lange Single Third of May/Ödaigahar, in welchem eine elektrische zwölfsaitige Gitarre und ein Streichquartett gemeinsam einen neuen und zugleich vertrauten Sound kreieren. Der Song macht sofort Lust auf mehr von der Gruppe, die unsere Folkliebe bereits vor einigen Jahren mit ihren Singles Mykonos und White Winter Hymnal entfacht hat. Umso schöner, sie in diesem November / Dezember live in Deutschland erleben zu dürfen!
Tickets gibt es hier.

The War on Drugs

Zu guter Letzt darf in dieser Runde auch die Indie-Rock Band The War on Drugs aus Philadelphia nicht fehlen! Die Band wurde 2005 gegründet, erreichte ihren Durchbruch allerdings erst 2014 mit ihrem dritten Album Lost In The Dream. Das wohl bekannteste Lied aus dieser Platte ist Red Eyes, an welchem man sich einfach nicht satt hören und ohne Schwierigkeiten in Dauerschleife endlos lange abspielen kann.

Im April diesen Jahres veröffentlichte die Gruppe die elfminütige Single Thinking of a Place und lässt uns in diesem ungewöhnlich langen, aber wunderschönen Song, einfach dahin schmelzen. Adam Granduciels leicht rau angehauchte Stimme, in Kombination der flirrenden Gitarrengriffe, führen zu einer extrem angenehmen, ruhigen Melodie, ohne auch nur einer Spur von Hektik. Wunderschön klingt dieses Lied und kann ebenfalls ohne Unterbrechung hintereinander laufen.
The War on Drugs wird im Herbst 2017 für vier Konzerte Deutschland besuchen, auch Köln ist am 3. November dabei.
Tickets gibt es hier.

Text credits: laura mayer